Tag 31 - 8/203 Miese Aussicht

Heute sollte endlich wieder eine Strecke auf dem Plan stehen und auch meine Freundin wollte die Reise mitmachen. Vorbereitet habe ich eine kleine Runde nach Egelsbach und Aschaffenburg, anschließend zurück über das RID VOR.

Doch wie in den letzten Wochen auch, spielt das Wetter mal wieder nicht mit. Also: Passagier zu Hause lassen und die Flugvorbereiten unter dem Kapitel "Trockenübung" abhaken. Doch der FI gibt etwas Hoffnung, dass zumindest einige Platzrunden möglich sein sollten und so mache ich mich, wenn auch allein, doch noch auf den Weg nach Mainz.

Als Fluggerät haben wir für heute die PA-28 gebucht und der Plan ist, zunächst einige Platzrunden, Ziellandeübung und dann nach Westen und schauen, was das Wetter zulässt.

Die Ziellandungen sind leider nicht ganz optimal und die anschließenden Außenladeübungen sind auch eher ein grober Versuch. Die Einteilung ist sozusagen nicht wirklich gelungen und wir müssen durchstarten ... etwas Frustration macht sich bei mir breit.

Zurück am Platz beschließen wir dann, es nach einer kurzen Pause nochmal zu versuchen.

Uns so kommt es dann auch. Zunächst noch zwei Platzrunden und anschließend zwei Ziellandungen. Das Ganze klappt deutlich besser: Die Einteilung passt ganz gut, wobei die Variante des Dreiecks mir besser zu liegen scheint, als eine kurze Platzrunde.

Also kurz zusamengefasst die PA-28 Version der Ziellandung:

  • Über der Bahn Vergaservorwärmung, Gas raus, Fuelpump on.

  • Austrimmen auf 70 KIAS und recht bald Klappen auf Stufe 1.

  • Nicht im rechten Winkel von der Piste weg, sondern grob mit 45 Grad. Vorteil: Die Piste bleibt im Blick

  • Nach gut 500ft (hängt natürlich vom Wind ab) weitere 45 Grad einkurven und danach die Klappen auf Stufe 2.

  • Jetzt die Sinkrate abschätzen und ein Gefühl bekommen, ob die Höhe zur Entfernung passt und die Piste erreichbar ist.

  • Nun den Winkel und damit den Abstand zur Piste vergrößern oder verkleinern.

  • Dann eindrehen in den Endanflug. Mit der dritten Stufe lässt sich dann der Gleitpfad bei Bedarf noch anpassen.

  • Dann "nurnoch" abfangen, ausschweben und punktgenau aufsetzen ;)


Soweit zumindest mal mein Eindruck. Interessanterweise habe ich auf der Piper wieder eine "Links-Tendenz" beim Ausschweben, die ich bei der C150 eigentlich im Griff hatte. Das ist merkwürdig und muss wohl noch etwas bearbeitet werden.

Fazit: Ziellandungen üben, für Außenlandungen die Einteilung mal durchdenken ... rechtes Seitenruder treten... und hoffen, dass ich auch mal wieder bei gutem Wetter fliegen darf.

Hier noch einige Wetter-Eindrücke (Quelle: DWD, 08.08.2009)




Tag 30 - 4/195 Airwork

Heute ging es wieder mit der 150er in die Luft. Eigentlich hatte ich einen Flug nach Aschaffenburg vorbereitet, aber nachdem der Wetterbericht eine von Westen her durchziehende Kaltfront ankündigt ist das keine gute Idee.

Also disponieren wir um und beschließen es lokal zu probieren. Da bei dem Wetter sonst nicht viel los ist, können wir trotz Wochenende zwei Ziellandungen probieren. Die klappen sogar recht gut, trotz 20kt Wind auf der Bahn, was einen ordentlichen Vorhaltewinkel erfordert.

Danach geht es dann raus aus der Platzrunde nach Westen. Zuächst auf 4.500ft über die Wolkenfetzen. Dann sinken wir auf 2.700ft und üben zwei Außenlandungen. Beide Male verhaue ich die Einteilung ... nicht wirklich gut. Das wird noch zu üben sein.

Aber gut, dafür ist man ja Flugschüler ;) Beim nächsten Mal bin ich etwas besser vorbereitet.

Ansonsten bin ich fliegerisch soweit zufrieden. Die Landetechnik will ich noch verbessern, aber auch das wird schon.

Unterm Strich war das Wetter dann doch besser als befürchtet. Hier noch ein paar Bilder...


Tag 29 – 5/191 Piper fliegen

Nach vier-wöchiger Pause stand gestern ein Flug mit der PA-28 auf dem Plan. Diesmal mit dem stellvertretenden Ausbildungsleiter, der mich auch im letzen Jahr auf meinen ersten Alleinflug vorbereitet hat.

Zunächst also Vorflugkontrolle nach Checkliste und danach Durchsprechen der Flugplanung. Wir wollen eine kleine Runde nach Worms und zurück verbunden mit einigen Navigationsübungen durchführen.

Das klappt soweit ganz gut. Die Landungen können noch besser werden; die Luft ist etwas unruhig und ich muss dem Luftfahrtgerät noch etwas mehr meinen Willen aufzwingen.

Ansonsten hat es wie immer mächtig Spaß gemacht. Mal sehen, was das nächste Wochenende bringt.

Theorie bestanden!

Am 8. Juli war es soweit ... Theorieprüfung am Hahn. Kurz und knapp: Es hat alles geklappt und ich bin sehr zurfrieden.

Falls es interessiert ein paar Infos zum Prüfungsablauf:

  • Die Prüfung lief komplett am PC ab.

  • Erlaubte Hilfsmittel waren (nicht programierbarer) Rechner, Navigationsbesteck, Papier und Stift. Karten wurden gestellt.

  • Pro Fach gab es zwischen 25 und 40 Fragen

  • Die Fächer können in beliebiger Reihenfolge bearbeitet werden, sobald jedoch ein Fach gestartet ist, "tickt" die Uhr.

  • Das Software kommt L-Plus zum Einsatz (was eigentlich unerheblich ist, denn die Fragen kommen sowieso aus dem Katalog)



Jetzt kanns endlich auch in der Praxis weitergehen!

Tag 28 – 9/186 Landungen – Neues Muster

Heute steht eine Neuerung auf dem Programm: Einweisung und Flug auf einer PA28. Doch der Reihe nach…

Zunächst vorweggeschickt: Die vereinsinterne „Vorprüfung“ in der Theorie ist überstanden. Nächster Schritt ist nun die Theoretische Prüfung. Ich hoffe, der Prüfungstermin wird bald mitgeteilt…

Nun zum Tag selbst. Wetterlage: Labile Luft, im Süden ist einiges los und für den Nachmittag sind Gewitter gemeldet.
Zunächst stehen zwei Platzrunden mit dem FI auf der 150er auf dem Plan. Danach noch drei Solo-Platzrunden. Das alles klappt ohne besondere Vorkommnisse ganz gut. Die Landungen können natürlich immer weiter verfeinert werden, aber Übung macht den Meister.

Danach gibt’s zunächst eine vermeintlich kurze Pause. Denn nach dem Mittagessen fängt es erstmal richtig an zu regnen. Wir nutzen die Zeit für eine Vorbesprechung anhand des Flughandbuchs. Danach verabschiedet sich auch der Regen und wir können endlich zur Maschine. Eine Piper PA28-161 Warrior III, die „kleinere Schwester“ der Archer III aus dem Dezember Motivations-Flug.

Zunächst sichten wir das Cockpit. Das schaut etwas moderner aus und das Steuerhorn vermittelt das Gefühl nun in einem etwas größeren Fluggerät zu sitzen. Änderungen gegenüber der C150 sind grob zusammengefasst: Elektrischer Primer, eine elektrische Fuelpump (wir haben ja nun einen Tiefdecker) und einen Tankwahlschalter, ein GPS, Sicherungsautomaten, einige Statuslämpchen sowie manuell betriebener Klappen.




Wissen muss man noch, dass es ein Alternate Air Ventil quasi unsichtbar unter dem Panel sowie zwei Ventile zur Entwässerung des Statiksystems links vom Pilotensitz gibt.

Nun geht’s raus. Der Tankfüllstand lässt sich nun ohne Akrobatik einsehen und der Sprit nach dem Drainen direkt wieder in den Tank kippen :) Danach ein Blick unter die Cowling, Rundgang um die Flächen, Fahrwerk, Pitotrohr, Leitwerk. Danach zurück ins Cockpit und die Maschine nach Checkliste in Betrieb nehmen.
Wir rollen zur 08, auf die Bahn und starten. Ich habe das Gefühl, dass sich die Maschine etwas einfacher fliegen lässt, als die 150er, allerdings verhält sie sich auch etwas träger. Trotzdem wirklich cool. Wir fliegen zunächst Richtung Westen auf 3.000ft. Vollkreise mit unterschiedlichen Querneigungen nach rechts und links. Danach Überziehen und Recovern mit und ohne Gas sowie mit unterschiedlichen Klappenstellungen . Anschließend geht es zurück Richtung Platz und wir drehen noch vier Platzrunden.



Die Landung ist etwas kniffliger als bei der Cessner. Bei der ersten ziehe ich beim Abfangen etwas zu stark und die Maschine will direkt wieder steigen. Das geht auch besser. Die nächsten Anflüge sind dann etwas besser, aber noch nicht perfekt. Das üben wir nächstes Mal noch etwas :)
Inzwischen ist es fast vier Uhr und wir waschen beim inzwischen wieder herrschenden Sonnenschein die Maschinen und verstauen beide in der Halle.

Es bleibt der Eindruck eines spannenden Tages mit neuen Eindrücken und dem Gefühl möglichst schnell in die Luft zu kommen.

Tag 27 – 9/177 Landungen – Airwork

Zur Abwechslung haben wir heute seit einiger Zeit nun wieder Airwork im Programm. D.h. besondere Flugzustände, also überziehen in verschiedenen Konfiguration, mit und ohne Leistung, mit und ohne Klappen, im Geradeaus und Kurvenflug. Danach dann noch Ziellandeübungen.

Anschließend fliege ich noch fünf Platzrunden solo und bin zufrieden.