Ankunft in Visby
Nach einem weitestgehend ruhigen Flug sind wir nun in Visby angekommen. Sonnenschein begrüßt uns hier...
Visby 1 - Herrliches Wetter in Laage
So. Das erste Leg des Vereinsausflugs ist geschafft. In Rostock Laage herrscht gutes Wetter. Der Flugplan ist aufgegeben und jetzt geht's Richtung Schweden.
Schluss mit Flieger-Tetris
So löst man in Egelsbach die Herausforderung des Flieger-Parkens. Ich finde das praktisch und der Weg vom Auto zum Cockpit ist auch nicht mehr weit.
Fliegen über Sylt
Sylt, die größte nordfriesische Insel. Ein traumhaftes Ziel für einen Urlaub, wenn auch ganz altmodisch per PKW. Doch recht unerwartet ergab sich die Möglichkeit in einer Cirrus selbst in die Luft zu gehen und einen kleinen Rundflug durchzuführen. Allemal ein Grund, die Resultate hier zu veröffentlichen.
Das Wetter war perfekt. Die recht dichte Bewölkung vom Morgen war einem strahlen blauen Himmel gewichen, der nur von einigen Cumulanten bevölkert war. Der Flughafen Westerland/Sylt EDXW liegt direkt im Osten von Westeland, also ziemlich in der Mitte der Insel. Die zwei Pisten 06/24 mit knapp 1.700m und 14/32 mit 2.120m bieten ausreichend Raum, sodass ich erstaunt feststellen konnte, dass auch Air Berlin mit Heavy Metal die Insel ansteuert.
Das GAT liegt etwas des eigentlichen Flughafengebäudes im Südwesten des Platzes und teilt sich das Gebäude mit der ortsansässigen Sylt Air, die Rundflüge, Transfers und Charter von der 172er bis zur Cessna 501 anbietet. Mit Parkplatz direkt vor der Tür, freundlichem Personal und Stellplätzen direkt in Laufweite ohne Busshuttle und Co. sind wir schnell an der Maschine und können einsteigen.
Wir haben Westwind mit gut 10 Knoten, sodass der Abflug über die Piste 24 erfolgen wird. Dem Turm teilen wir mit, dass wir einen Rundflug über die Insel durchführen möchten und bitten um eine Empfehlung für ein Routing. Nach einem Backtrack und Abflug über die Piste 24 dürfen wir nach Norden zu den Pflichtmeldepunkten November und Lima, danach Richtung Süden zum Pflichtmeldepunkte Sierra 2. Alles natürlich unter Berücksichtigung des Lärmschutzes, jeweils mit entsprechendem Abstand zur Küste und unter Meidung des Vogelschutzgebiets südlich des Platzes im Rantum Becken. Dieses von einem künstlichen Damm vom gezeitenabhängigen Wattenmeer abgetrennte abgetrennte Areal war interessanterweise ursprünglich 1936/37 für die Stationierung von Wasserflugzeugen angelegt worden, kam jedoch nie wirklich hierfür zum Einsatz. Nach aufwändiger Restauration wurde es 1962 zum Seevögelschutzgebiet und 1968 zum Europareservat erklärt.
Zurück zum Flug. Nach dem Start flogen wir in gut 2.000 ft (wahlweise AMSL oder AGL, denn diese sind hier ja fast identisch :) ) an der Seeseite Richtung Norden bis zur nördlichsten Spitze, dem Ellenbogen. Westlich liegt der Pflichtmeldepunkt November, östlich dann Lima. Danach ging es auf der Wattenmeerseite Richtung Süden mit einem Midfield-Crossing des Platzes Richtung Sierra 2. Da wir das Routing mit dem Turm abgesprochen hatten, war auch der Durchflug durch die Kontrollzone kein Problem.
Nach dem Passieren von Sierra 2 entschlossen wir uns dann noch zu einer Umrundung der benachbarten Insel Föhr. Dort soll es, wie uns ein offenbar kundiger Nachbar beim Frühstück erklärte, der bessern Golfplatz sein, sodass sich die besser betuchten Freunde des Sports von Sylt dorthin fliegen lassen, um dort ihrer Leidenschaft zu frönen. Die Auseinandersetzung über die Sinnhaftigkeit überlasse ich dem geneigten Leser :)
Nach Umrundung der Nachbarinsel ging es dann über die "Sierra-Strecke", also Sierra und Sierra 2 zurück in die Kontrollzone. Dort zunächst in den Gegenanflug auf die 24. Danach wurden wir zu einem Vollkreis über das Wattenmeer geschickt, um eine auf die 32 anfliegende Maschine abzuwarten. Anschließend erhielten wir die Freigabe zur Landung auf der 24.
Zusammenfassend bleibt zu sagen, dass Sylt in jedem Fall eine Reise wert ist; ganz gleich ob mit dem Auto oder - natürlich ungleich schöner - mit dem Flieger. Das Personal sowohl am GAT wie auch am Funk hab ich als sehr freundlich und zuvorkommend kennengelernt. Ein Platz, an dem auch die Allgemeine Luftfahrt willkommen ist.
Das Wetter war perfekt. Die recht dichte Bewölkung vom Morgen war einem strahlen blauen Himmel gewichen, der nur von einigen Cumulanten bevölkert war. Der Flughafen Westerland/Sylt EDXW liegt direkt im Osten von Westeland, also ziemlich in der Mitte der Insel. Die zwei Pisten 06/24 mit knapp 1.700m und 14/32 mit 2.120m bieten ausreichend Raum, sodass ich erstaunt feststellen konnte, dass auch Air Berlin mit Heavy Metal die Insel ansteuert.
Das GAT liegt etwas des eigentlichen Flughafengebäudes im Südwesten des Platzes und teilt sich das Gebäude mit der ortsansässigen Sylt Air, die Rundflüge, Transfers und Charter von der 172er bis zur Cessna 501 anbietet. Mit Parkplatz direkt vor der Tür, freundlichem Personal und Stellplätzen direkt in Laufweite ohne Busshuttle und Co. sind wir schnell an der Maschine und können einsteigen.
Wir haben Westwind mit gut 10 Knoten, sodass der Abflug über die Piste 24 erfolgen wird. Dem Turm teilen wir mit, dass wir einen Rundflug über die Insel durchführen möchten und bitten um eine Empfehlung für ein Routing. Nach einem Backtrack und Abflug über die Piste 24 dürfen wir nach Norden zu den Pflichtmeldepunkten November und Lima, danach Richtung Süden zum Pflichtmeldepunkte Sierra 2. Alles natürlich unter Berücksichtigung des Lärmschutzes, jeweils mit entsprechendem Abstand zur Küste und unter Meidung des Vogelschutzgebiets südlich des Platzes im Rantum Becken. Dieses von einem künstlichen Damm vom gezeitenabhängigen Wattenmeer abgetrennte abgetrennte Areal war interessanterweise ursprünglich 1936/37 für die Stationierung von Wasserflugzeugen angelegt worden, kam jedoch nie wirklich hierfür zum Einsatz. Nach aufwändiger Restauration wurde es 1962 zum Seevögelschutzgebiet und 1968 zum Europareservat erklärt.
Zurück zum Flug. Nach dem Start flogen wir in gut 2.000 ft (wahlweise AMSL oder AGL, denn diese sind hier ja fast identisch :) ) an der Seeseite Richtung Norden bis zur nördlichsten Spitze, dem Ellenbogen. Westlich liegt der Pflichtmeldepunkt November, östlich dann Lima. Danach ging es auf der Wattenmeerseite Richtung Süden mit einem Midfield-Crossing des Platzes Richtung Sierra 2. Da wir das Routing mit dem Turm abgesprochen hatten, war auch der Durchflug durch die Kontrollzone kein Problem.
Nach dem Passieren von Sierra 2 entschlossen wir uns dann noch zu einer Umrundung der benachbarten Insel Föhr. Dort soll es, wie uns ein offenbar kundiger Nachbar beim Frühstück erklärte, der bessern Golfplatz sein, sodass sich die besser betuchten Freunde des Sports von Sylt dorthin fliegen lassen, um dort ihrer Leidenschaft zu frönen. Die Auseinandersetzung über die Sinnhaftigkeit überlasse ich dem geneigten Leser :)
Nach Umrundung der Nachbarinsel ging es dann über die "Sierra-Strecke", also Sierra und Sierra 2 zurück in die Kontrollzone. Dort zunächst in den Gegenanflug auf die 24. Danach wurden wir zu einem Vollkreis über das Wattenmeer geschickt, um eine auf die 32 anfliegende Maschine abzuwarten. Anschließend erhielten wir die Freigabe zur Landung auf der 24.
Zusammenfassend bleibt zu sagen, dass Sylt in jedem Fall eine Reise wert ist; ganz gleich ob mit dem Auto oder - natürlich ungleich schöner - mit dem Flieger. Das Personal sowohl am GAT wie auch am Funk hab ich als sehr freundlich und zuvorkommend kennengelernt. Ein Platz, an dem auch die Allgemeine Luftfahrt willkommen ist.
Flieger-Tetris und neuer Turm
Aaach ja ... es ist schon wieder eine Weile her seit dem ich etwas gepostet habe.
Also höchste Eisenbahn, denn es ist einiges passiert.
Das wichtigste zuerst: Unser Verein hat nun ein neues Flugplatzbetriebsgebäude!
Vor einigen Wochen war inoffizielle Vorstellung und ich muss sagen, dass das Projekt wirklich gelungen ist und meine Erwartungen übertroffen hat.
Entstanden ist modernes Gebäude mit hervorragender Ausstattung, in dem man sich im Sommer wohl gerne auf der Terrasse niederlassen wird, um dem Treiben auf der 08/26 zuzuschauen. Aktuell wird noch der Gastronomiebetrieb aufgebaut, sodass im Moment die Kaffeemaschine noch kalt und der Kühlschrank noch leer ist, aber das wird sich in Kürz ändern.
Also der Appell: Kommt nach Mainz Finthen - EDFZ!
Was ist noch passiert? Die Halle der Vereinsmaschinen hat Zuwachs bekommen. Die drei PA-28 teilen sich nun den Platz mit einer Piper Cheyenne, die sich im hinteren Teil der Halle versteckt. Im Vergleich zur vorher untergebrachten 152er nimmt diese etwas mehr Platz in Anspruch. Das führt nach der Landung zum freudigen Flieger-Tetris. Aber es gibt Pläne verlässliche Bodenmarkierungen anzubringen, die das Spiel dann vereinfachen sollen.
Und sonst so? Na geflogen wird natürlich auch, denn das Frühjahr könnte besser nicht sein. Trips nach Würzburg, Schwäbisch-Hall oder Baden-Baden fallen mir spontan an. Vor kurzem ergab sich dann auch die Gelegenheit zum Nachtflug, sodass ich die obligatorischen drei Starts und Landungen unter VFR-Nacht Bedingungen absolvieren konnte und für die nächsten 90 Tage wieder Passagiere im Dunkeln befördern darf. Und das kann recht bald passieren, denn vor der Tür steht der diesjährige Vereinsausflug ins schwedische Visby. Darüber werde ich demnächst noch etwas ausführlicher berichten.
Mit der fliegerischen Ausbildung geht's vielleicht auch weiter, denn zurzeit sondiere ich die Möglichkeiten und Rahmenbedingungen zur Erlangung des Instrument-Ratings. Aber die Überlegungen stehen noch am Anfang. Mal sehen, was daraus wird. Ich werde berichten.
Also höchste Eisenbahn, denn es ist einiges passiert.
Das wichtigste zuerst: Unser Verein hat nun ein neues Flugplatzbetriebsgebäude!
Vor einigen Wochen war inoffizielle Vorstellung und ich muss sagen, dass das Projekt wirklich gelungen ist und meine Erwartungen übertroffen hat.
Entstanden ist modernes Gebäude mit hervorragender Ausstattung, in dem man sich im Sommer wohl gerne auf der Terrasse niederlassen wird, um dem Treiben auf der 08/26 zuzuschauen. Aktuell wird noch der Gastronomiebetrieb aufgebaut, sodass im Moment die Kaffeemaschine noch kalt und der Kühlschrank noch leer ist, aber das wird sich in Kürz ändern.
Also der Appell: Kommt nach Mainz Finthen - EDFZ!
| Aus EDFZ in neuem Glanz |
Was ist noch passiert? Die Halle der Vereinsmaschinen hat Zuwachs bekommen. Die drei PA-28 teilen sich nun den Platz mit einer Piper Cheyenne, die sich im hinteren Teil der Halle versteckt. Im Vergleich zur vorher untergebrachten 152er nimmt diese etwas mehr Platz in Anspruch. Das führt nach der Landung zum freudigen Flieger-Tetris. Aber es gibt Pläne verlässliche Bodenmarkierungen anzubringen, die das Spiel dann vereinfachen sollen.
| Aus EDFZ in neuem Glanz |
Und sonst so? Na geflogen wird natürlich auch, denn das Frühjahr könnte besser nicht sein. Trips nach Würzburg, Schwäbisch-Hall oder Baden-Baden fallen mir spontan an. Vor kurzem ergab sich dann auch die Gelegenheit zum Nachtflug, sodass ich die obligatorischen drei Starts und Landungen unter VFR-Nacht Bedingungen absolvieren konnte und für die nächsten 90 Tage wieder Passagiere im Dunkeln befördern darf. Und das kann recht bald passieren, denn vor der Tür steht der diesjährige Vereinsausflug ins schwedische Visby. Darüber werde ich demnächst noch etwas ausführlicher berichten.
Mit der fliegerischen Ausbildung geht's vielleicht auch weiter, denn zurzeit sondiere ich die Möglichkeiten und Rahmenbedingungen zur Erlangung des Instrument-Ratings. Aber die Überlegungen stehen noch am Anfang. Mal sehen, was daraus wird. Ich werde berichten.
Kleiner Rundflug
Jaja, dieser Herbst. Der GAFOR wechselt über den Tag so lustig die Farben, wie die Bäume ihre Blätter. Zuerst war Delta vorhergesagt, dann, kurz vor der Fahrt zum Platz wieder Oscar (also optimale Bedingungen) und stärkerer Wind, der den Nebel vertreiben sollte. Am Platz dann doch Windstille und Mike (also schlecht zum Fliegen).
Nunja, nach einem gemütlichen Tässchen Kaffee und einem Stück Kuchen besann sich der Wettergott dann doch eines Besseren und beschloss nunmehr etwas blau am Himmel zuzulassen. Die Sonne brach durch und innerhalb einer halben Stunde war das Flugwetter nahezu optimal. Leicht auch daran zu erkennen, dass sich diverse Hallentore öffneten und Fluggeräte ins Freie geschoben wurden.
So auch die "Luxus-Piper", mit der es heute gemeinsam mit drei Passagieren in die Lüfte gehen sollte. die Tankfüllung passte und der Vorflugcheck ohne Auffälligkeiten, sodass wir gegen Halb vier in der Luft waren. Die Sicht war in Ordnung und wir absolvierten einen kleinen Abstecher Richtung Koblenz. Die Luft war doch ziemlich unruhig und so beschlossen wir kurz vor EDRK den Rückflug.
Abgesehen vom Rumgeschaukel kurz vor Koblenz war es eigentlich ein recht unspektakulärer Flug und ich glaube meinen Passagieren hat es auch gefallen. Ich sollte mir nur abgewöhnen die Kurskorrektur aufgrund leichter Kurabweichung mit einem "Ups" zu quittieren. Das könnte doch irritieren.
Mal schauen, ob ich nich ein Foto auftreiben kann, dann erweitere ich den Post noch um ein optisches Schmankerl.
Nunja, nach einem gemütlichen Tässchen Kaffee und einem Stück Kuchen besann sich der Wettergott dann doch eines Besseren und beschloss nunmehr etwas blau am Himmel zuzulassen. Die Sonne brach durch und innerhalb einer halben Stunde war das Flugwetter nahezu optimal. Leicht auch daran zu erkennen, dass sich diverse Hallentore öffneten und Fluggeräte ins Freie geschoben wurden.
So auch die "Luxus-Piper", mit der es heute gemeinsam mit drei Passagieren in die Lüfte gehen sollte. die Tankfüllung passte und der Vorflugcheck ohne Auffälligkeiten, sodass wir gegen Halb vier in der Luft waren. Die Sicht war in Ordnung und wir absolvierten einen kleinen Abstecher Richtung Koblenz. Die Luft war doch ziemlich unruhig und so beschlossen wir kurz vor EDRK den Rückflug.
Abgesehen vom Rumgeschaukel kurz vor Koblenz war es eigentlich ein recht unspektakulärer Flug und ich glaube meinen Passagieren hat es auch gefallen. Ich sollte mir nur abgewöhnen die Kurskorrektur aufgrund leichter Kurabweichung mit einem "Ups" zu quittieren. Das könnte doch irritieren.
Mal schauen, ob ich nich ein Foto auftreiben kann, dann erweitere ich den Post noch um ein optisches Schmankerl.
Herbstfliegen
Ach was für ein Wetter! Nachdem die letzten Wochen im tristen Grau schleichend vor sich hinzogen, bot der Freitag endlich mal wieder perfektes Flugwetter. Der Wind mit ein paar Knoten auf der Bahn, perfekte Sichten und tolles Licht.
Also nichts wie zum Platz, die D-ETIK war reserviert und raus zu einem kleinen Rundflug. Fliegertechnisch gibt es eigentlich nichts interessantes zu berichten, deshalb einfach mal ein paar Bilder, die ja bekanntlich mehr als Worte sagen :)
Also nichts wie zum Platz, die D-ETIK war reserviert und raus zu einem kleinen Rundflug. Fliegertechnisch gibt es eigentlich nichts interessantes zu berichten, deshalb einfach mal ein paar Bilder, die ja bekanntlich mehr als Worte sagen :)
Cirrus-Fliegen
Nach der frisch erworbenen Nachtflugberechtigung (die neue Lizenz ist inzwischen eingetroffen!) stellte sich die Frage nach neuen fliegerischen Herausforderungen. Da lag es nahe, unser neuestes Fluggerät im Verein näher zu betrachten und für dieses eine Einweisung vom Vorstand zu erhalten.
Konkret geht es um eine Cirrus SR20, Baujahr 2003. Nicht nur optisch sondern auch austattungsseitig spielt dieses Flugobjekt in einer andere Liga als meine bisherigen Muster. Das Grundprinzip ist zwar indentisch (Ein Kolbenmotor, Propeller, zwei Tragflüger, Bug- und Hauptfahrwerk), aber in den Details sind die Unterschiede riesen.
Mal sehen ... da gibt es einen Dreiblatt Constant-Speed Propeller. Das führt dazu, dass die Steigung des Propellers verändert werden kann sich dieser trotz Änderung der Leistung im gleichen Drehzahlbereich bleibt. Die Schubkraft wird also durch eine Änderung der Steigung geändert. Das lässt sich in etwa mit einem stufenlosen Getriebe beim Auto vergleichen.
Am Propeller hängt auch ein modernerer Motor (Continental IO 360 ES) mit 200 PS.

Dann haben wir sein sogennantes Gesamtrettungssystem. Das bedeutet nicht weniger, als dass das Flugzeug einen Fallschirm an Bord hat, der im Notfall vom Cockpit aus gezündet werden kann. An diesem hängt dann das gesamte Fluggerät samt Insassen.
Schauen wir nach innen, so stellt der geneigte Aviatiker fest, dass statt der schmucken Rundinstrumente nun zwei große Displays das Cockpit dominieren - ein sogenanntes Glascockpit Marke Avidyne. Hinzu kommen ein Autopilot S-Tec 55X mit Altitude preselect sowie zwei GNS 430 Systeme.

Ach ja ... gesteuert wird nicht mit dem klassischen Steuerhorn, sondern mit einer Art Sidestick.
Doch nun zum Fliegen... Dank Glascockpit gibs die Checklisten nun "digital". Gestartet wird mit erster Klappenstufe. Nach dem Einfahren der Klappe lässt die Steigrate einen Moment schon recht deutlich nach. Doch dann wird weitergeklettert. Faszinierend wird es nach dem Ausleveln für den Reiseflug. Dann liegen schon mal locker 130-140kt an. Das ist schon eine ganze Ecke schneller, als in der PA-28.
Die Maschine fliegt sich, wie ich finde, ziemlich gutmütig und macht eine Menge Spaß. Die Bedienung der elektronischen Gerätschaften ist eigentlich recht intuitiv und bietet viele tolle Annehmlichkeiten. Ja und dann der Autopilot. Mit gesetzter Route fliegt die Maschine sozusagen von selbst. Machner wird sagen, dass dabei vielleicht etwas das urtümliche Fliegen verloren geht, aber ich stehe auf solche Komfort-Features :)
Ungewohnt ist dann tatsächlich nur die Landung, denn bei Klappenstufe zwei geht's rasant abwärts und beim Ausschweben reagiert die Maschine doch recht sensibel. :)
Soweit, sogut. Inzwischen ist auch der erste Überlangflug nach Leipzig erfolgreich absolviert und hat die Eindrücke aus der Einweisung in Sachen Komfort und Sicherheit bestätigt. Man steigt fast entspannt aus ... und gerne wieder ein. Mehr davon...
Konkret geht es um eine Cirrus SR20, Baujahr 2003. Nicht nur optisch sondern auch austattungsseitig spielt dieses Flugobjekt in einer andere Liga als meine bisherigen Muster. Das Grundprinzip ist zwar indentisch (Ein Kolbenmotor, Propeller, zwei Tragflüger, Bug- und Hauptfahrwerk), aber in den Details sind die Unterschiede riesen.
Mal sehen ... da gibt es einen Dreiblatt Constant-Speed Propeller. Das führt dazu, dass die Steigung des Propellers verändert werden kann sich dieser trotz Änderung der Leistung im gleichen Drehzahlbereich bleibt. Die Schubkraft wird also durch eine Änderung der Steigung geändert. Das lässt sich in etwa mit einem stufenlosen Getriebe beim Auto vergleichen.
Am Propeller hängt auch ein modernerer Motor (Continental IO 360 ES) mit 200 PS.

Dann haben wir sein sogennantes Gesamtrettungssystem. Das bedeutet nicht weniger, als dass das Flugzeug einen Fallschirm an Bord hat, der im Notfall vom Cockpit aus gezündet werden kann. An diesem hängt dann das gesamte Fluggerät samt Insassen.
Schauen wir nach innen, so stellt der geneigte Aviatiker fest, dass statt der schmucken Rundinstrumente nun zwei große Displays das Cockpit dominieren - ein sogenanntes Glascockpit Marke Avidyne. Hinzu kommen ein Autopilot S-Tec 55X mit Altitude preselect sowie zwei GNS 430 Systeme.

Ach ja ... gesteuert wird nicht mit dem klassischen Steuerhorn, sondern mit einer Art Sidestick.
Doch nun zum Fliegen... Dank Glascockpit gibs die Checklisten nun "digital". Gestartet wird mit erster Klappenstufe. Nach dem Einfahren der Klappe lässt die Steigrate einen Moment schon recht deutlich nach. Doch dann wird weitergeklettert. Faszinierend wird es nach dem Ausleveln für den Reiseflug. Dann liegen schon mal locker 130-140kt an. Das ist schon eine ganze Ecke schneller, als in der PA-28.
Die Maschine fliegt sich, wie ich finde, ziemlich gutmütig und macht eine Menge Spaß. Die Bedienung der elektronischen Gerätschaften ist eigentlich recht intuitiv und bietet viele tolle Annehmlichkeiten. Ja und dann der Autopilot. Mit gesetzter Route fliegt die Maschine sozusagen von selbst. Machner wird sagen, dass dabei vielleicht etwas das urtümliche Fliegen verloren geht, aber ich stehe auf solche Komfort-Features :)
Ungewohnt ist dann tatsächlich nur die Landung, denn bei Klappenstufe zwei geht's rasant abwärts und beim Ausschweben reagiert die Maschine doch recht sensibel. :)
Soweit, sogut. Inzwischen ist auch der erste Überlangflug nach Leipzig erfolgreich absolviert und hat die Eindrücke aus der Einweisung in Sachen Komfort und Sicherheit bestätigt. Man steigt fast entspannt aus ... und gerne wieder ein. Mehr davon...
Nachflug-Ausbildung
Nach einigen Wochen Flugpause bzw. kurzen Lokalflügen wurde es nun doch Zeit für einen nächsten Schritt in Sachen fliegerischer Weiterentwicklung ... die VFR Nachtflugberechtigung.
Worum geht es? Na der Name sage es schon: Um das Fliegen bei Nacht. Wesentlicher Unterschied ist, dass es tatsächlich dunkel ist und die üblichen Regeln des VFR Tagfluges nicht mehr wirklich Anwendung finden. Es gibt nur wenige optische Refernzen, diese sind dann aber recht deutlich, wie große Städte, Funktürme, Autobahnen oder nachtürlich Flugplätze.
Die Ausbildung hat nun insgesamt drei Sessions benötigt, in denen der "Schwierigkeitsgrad" langsam gesteigert wurde. Zunächst wurden mit FI einige Platzrunden geflogen, um die Orientierung zu gewinnen. Dann kamen Solo-Platzrunden hinzu. Anschließend ging es etwas raus aus der Platzrunde und in naher Umgebung des Platzes über die Landschaft.
Abschluss war dann Session drei mit einer Flugzeit von 2,5 Std. und einem Flug zunächst nach Frankfurt Hahn mit Landung, anschließend über Mannheim und RID-VOR Richtung Frankfurt.
Exquisistes Highlight war dann die Frage von Frankfurt Radar "Hätten Sie Interesse an einem Midfield-Crossing EDDF"? ... was soll man da sagen :)
Also ging es entlang der Autobahn A5 und unter Kontrolle von Frankfurt Tower über den Platz. Sehr sehr sehr eindrucksvoll!
Doch damit nicht genug. Nachdem wir den Platz passiert hatten, fragte der Towerlotse, ob es nun zurück nach Westen Richtung Mainz gehen sollte. Naja ... wir meinten, wir wollten lieber Richtung Süden und so durften wir gleich nochmal über den Platz. Echtes Begeisterungsmerkmal bei diesem Crossing war ein startender A300, den wir querten und live beim Steigflug beobachten konnten.
Ein wirklich sagenhaftes Erlebnis!
Worum geht es? Na der Name sage es schon: Um das Fliegen bei Nacht. Wesentlicher Unterschied ist, dass es tatsächlich dunkel ist und die üblichen Regeln des VFR Tagfluges nicht mehr wirklich Anwendung finden. Es gibt nur wenige optische Refernzen, diese sind dann aber recht deutlich, wie große Städte, Funktürme, Autobahnen oder nachtürlich Flugplätze.
Die Ausbildung hat nun insgesamt drei Sessions benötigt, in denen der "Schwierigkeitsgrad" langsam gesteigert wurde. Zunächst wurden mit FI einige Platzrunden geflogen, um die Orientierung zu gewinnen. Dann kamen Solo-Platzrunden hinzu. Anschließend ging es etwas raus aus der Platzrunde und in naher Umgebung des Platzes über die Landschaft.
Abschluss war dann Session drei mit einer Flugzeit von 2,5 Std. und einem Flug zunächst nach Frankfurt Hahn mit Landung, anschließend über Mannheim und RID-VOR Richtung Frankfurt.
Exquisistes Highlight war dann die Frage von Frankfurt Radar "Hätten Sie Interesse an einem Midfield-Crossing EDDF"? ... was soll man da sagen :)
Also ging es entlang der Autobahn A5 und unter Kontrolle von Frankfurt Tower über den Platz. Sehr sehr sehr eindrucksvoll!
Doch damit nicht genug. Nachdem wir den Platz passiert hatten, fragte der Towerlotse, ob es nun zurück nach Westen Richtung Mainz gehen sollte. Naja ... wir meinten, wir wollten lieber Richtung Süden und so durften wir gleich nochmal über den Platz. Echtes Begeisterungsmerkmal bei diesem Crossing war ein startender A300, den wir querten und live beim Steigflug beobachten konnten.
Ein wirklich sagenhaftes Erlebnis!
Endlich wieder fliegen!
Was für ein Winter ... kaum ein Tag, an dem die Wolken nicht am Boden hingen oder der Schnee stöberte. Und dann dieser Hinweis im Flugwetter "Die Ruhe vor dem Sturm"...
Also schnell im Reservierungssystem die PA-28 gebucht und heute raus zum Platz. Ziel: Mindestens die drei Landungen, damit ich wieder Passagiere mit einladen kann :)
Und das Wetter war perferkt. Super sichten und ein paar Wölkchen bei 4.000ft. Mit ordentlichen 17kt aus 210 ging es dann in die Luft zu den drei touch-and-go's. Nachdem diese prima geklappt haben (gut für's Selbstbewußtsein, nach einer so langen Pause), habe ich dann noch einen Kollegen eingeladen und wir sind eine kleine Runde über die Heimat geflogen.
Der Frühling kann nun also kommen ... ich bin abflugbereit :)
Also schnell im Reservierungssystem die PA-28 gebucht und heute raus zum Platz. Ziel: Mindestens die drei Landungen, damit ich wieder Passagiere mit einladen kann :)
Und das Wetter war perferkt. Super sichten und ein paar Wölkchen bei 4.000ft. Mit ordentlichen 17kt aus 210 ging es dann in die Luft zu den drei touch-and-go's. Nachdem diese prima geklappt haben (gut für's Selbstbewußtsein, nach einer so langen Pause), habe ich dann noch einen Kollegen eingeladen und wir sind eine kleine Runde über die Heimat geflogen.
Der Frühling kann nun also kommen ... ich bin abflugbereit :)
Willkommen an Bord...
Nach drei Wochen Zwangspause wegen schlechten Wetters und Krankheit (nur eine Erklärung, keine Schweinegrippe ;) ) hatte ich für heute die gute PA 28 reserviert.
Die Vorhersage war leider nicht wirklich erfreulich... heute Nacht hatte es zum ersten Mal in diesem Jahr geschneit und Schnee war auch für den heutigen Tag angesagt.
Im Laufe des Tages besserten sich jedoch die Prognosen und am Platz sah das Wetter dann auch deutlich besser aus. Die Bedingungen schienen zumindest für einen kurzen Rundflug gut geeignet.
Also stand dem ersten "echten" Passagierflug nichts im Wege. Meiner besten Freundin hatte ich schon vor Monaten versprochen, dass Sie der erste "Fußgänger" sein dürfe, der sich von mir pilotieren lassen würde.
Nach einer kurzen Einweisung (ich hatte ja die letzten Wochen schon genug Gelegenheit sie mit der Material ausführlichst vertraut zu machen) ging es dann los. Die Piste 08 war in Betrieb, also erstmal dorthin rollen, auf die Bahn, beschleunigen, rotieren und ... ah schön ... abheben.
Wir flogen dann nur eine kleine Runde Richtung Süden über die schneebedeckten Felder. Das Landschaftsbild war doch völlig anders als gewohnt: Autobahnen lassen sich besser erkennen, der Rest sieht dafür recht monoton aus. Aber in der vertrauten Umgebung des Platzes sind die alten Bekannten doch gut auszumachen.
Als das Wetter von nordost her nicht so besonders toll aussah, kehrten wir zurück in die Platzrunde zur Abschlusslandung.
Nach gut gelungener Landung und dem obligatorischen "Halle auf, Flieger wischen, Flieger rein, Halle zu"-Prozedere war dann bei einem Kaffee noch Zeit etwas mit Fliegerkollegen zu quatschen.
Meiner Freundin hat es - so sagt sie zumindest :) - sehr gut gefallen. Sie war auf jeden Fall so mutig ohne Murren in die Maschine einzusteigen und hat sich keine Anspannung anmerken lassen. Ich für meinen Teil war in den Minuten bis um Anlassen schon ein klein wenig nervös und darauf bedacht alle Checks noch etwas gewissenhafter als sonst durchzuführen.
Für den nächsten Passagierflug habe ich mir vorgenommen noch etwas mehr vor allem zur Landschaft und Navigation zu erklären. Ich erinnere mich gerade an meinen Erstflug und daran, dass die Orientierung tatsächlich alles andere als einfach war.
Unterm Strich trotz kurzer Flugzeit ein sehr schöner Tag. Mal sehen, wann die nächsten schönen Wintertage kommen...
Die Vorhersage war leider nicht wirklich erfreulich... heute Nacht hatte es zum ersten Mal in diesem Jahr geschneit und Schnee war auch für den heutigen Tag angesagt.
Im Laufe des Tages besserten sich jedoch die Prognosen und am Platz sah das Wetter dann auch deutlich besser aus. Die Bedingungen schienen zumindest für einen kurzen Rundflug gut geeignet.
Also stand dem ersten "echten" Passagierflug nichts im Wege. Meiner besten Freundin hatte ich schon vor Monaten versprochen, dass Sie der erste "Fußgänger" sein dürfe, der sich von mir pilotieren lassen würde.
Nach einer kurzen Einweisung (ich hatte ja die letzten Wochen schon genug Gelegenheit sie mit der Material ausführlichst vertraut zu machen) ging es dann los. Die Piste 08 war in Betrieb, also erstmal dorthin rollen, auf die Bahn, beschleunigen, rotieren und ... ah schön ... abheben.
Wir flogen dann nur eine kleine Runde Richtung Süden über die schneebedeckten Felder. Das Landschaftsbild war doch völlig anders als gewohnt: Autobahnen lassen sich besser erkennen, der Rest sieht dafür recht monoton aus. Aber in der vertrauten Umgebung des Platzes sind die alten Bekannten doch gut auszumachen.
Als das Wetter von nordost her nicht so besonders toll aussah, kehrten wir zurück in die Platzrunde zur Abschlusslandung.
Nach gut gelungener Landung und dem obligatorischen "Halle auf, Flieger wischen, Flieger rein, Halle zu"-Prozedere war dann bei einem Kaffee noch Zeit etwas mit Fliegerkollegen zu quatschen.
Meiner Freundin hat es - so sagt sie zumindest :) - sehr gut gefallen. Sie war auf jeden Fall so mutig ohne Murren in die Maschine einzusteigen und hat sich keine Anspannung anmerken lassen. Ich für meinen Teil war in den Minuten bis um Anlassen schon ein klein wenig nervös und darauf bedacht alle Checks noch etwas gewissenhafter als sonst durchzuführen.
Für den nächsten Passagierflug habe ich mir vorgenommen noch etwas mehr vor allem zur Landschaft und Navigation zu erklären. Ich erinnere mich gerade an meinen Erstflug und daran, dass die Orientierung tatsächlich alles andere als einfach war.
Unterm Strich trotz kurzer Flugzeit ein sehr schöner Tag. Mal sehen, wann die nächsten schönen Wintertage kommen...
Erster Flug mit Schein...
Heute war es soweit! Der Schein ist nach schier endlosem Warten nun im heimischen Briefkasten angekommen und der Zugriff auf das Reservierungssystem war dann auch schnell beantragt und eingerichtet. So konnte ich für vergangenen Samstag die vertraute PA-28 reservieren und dem Wochenende entgegenfiebern.
Meine Geduld wurde nicht entäuscht: GAFOR meldete Charlie-Wetter, fast windstill. Perfekt also. Die geplante Route sollte zunächst nach Süden zum AK Alzey, dann nach Westen zum RID VOR, anschließend zum CHA VOR bei Aschaffenburg und dann um Frankfurt herum und dem Feldberg vorbei über die VORs MTR und TAU zurück nach Mainz schicken.
Als Co-Pilot hatte ich meinen Kollegen, mit dem ich auch die Ausbildung begonnen und fast zeitlich abgeschlossen habe, eingeladen.
Wir teilten uns die Arbeit auf; ich übernahm den fliegerischen Part, mein Kollege den Funk; auf die Navigation hatten wir beide ein Auge. Diese Aufteilung funktionierte hervorragend.
Der Flug selbst war phänomenal. Wir hatten traumhafte Sicht und ruhige Luft und die Durchführung war optimal. Besonders der Feldberg war sehr schön, hatte ich nicht vor einigen Wochen noch da oben gestanden und eine Cessna beobachtet, die herumgekreiste...
Die Rückkehr nach Mainz und die Landung waren dann äußerst entspannt.
Ich muss wieder in die Luft!
Meine Geduld wurde nicht entäuscht: GAFOR meldete Charlie-Wetter, fast windstill. Perfekt also. Die geplante Route sollte zunächst nach Süden zum AK Alzey, dann nach Westen zum RID VOR, anschließend zum CHA VOR bei Aschaffenburg und dann um Frankfurt herum und dem Feldberg vorbei über die VORs MTR und TAU zurück nach Mainz schicken.
Als Co-Pilot hatte ich meinen Kollegen, mit dem ich auch die Ausbildung begonnen und fast zeitlich abgeschlossen habe, eingeladen.
Wir teilten uns die Arbeit auf; ich übernahm den fliegerischen Part, mein Kollege den Funk; auf die Navigation hatten wir beide ein Auge. Diese Aufteilung funktionierte hervorragend.
Der Flug selbst war phänomenal. Wir hatten traumhafte Sicht und ruhige Luft und die Durchführung war optimal. Besonders der Feldberg war sehr schön, hatte ich nicht vor einigen Wochen noch da oben gestanden und eine Cessna beobachtet, die herumgekreiste...
Die Rückkehr nach Mainz und die Landung waren dann äußerst entspannt.
Ich muss wieder in die Luft!
... und doch Prüfung
Nach dem obligatorischen Sichten der GAFOR-Vorhersage mit zweifelhaften Aussichten für den heutigen Tag entschied ich mich dazu, direkt ins Büro zu fahren.
Doch kaum angekommen rief mich unser Ausbildungsleiter schon an und teilte mir mit, dass um 11:00 Uhr die Prüfung stattfinden sollte.
Die vorzubereitende Strecke: Von Mainz über RID VOR nach Mannheim City Airport. Dort einen "Low Approach", also einen tiefen Überflug ohne Landung und dann direkt weiter nach Speyer.
Als besondere Situation kam hinzu, dass der Prüfer ebenfalls einer Prüfung bedurfte. So durfte ich als mit Prüfer und dessen überprüfendem Prüfer die Reise antreten.
Der Flug lief prima, nur vor Mannheim habe ich mich etwas spät bei Mannheim Turm gemeldet; ich war schon fast über Pflichtmeldepunkt November. Aber ein Orientierungskreis half bei der Orientierung. Auch der tiefe Überflug war kein Problem.
Danach ging es weiter nach Süden, über Pflichtmeldepunkt Whiskey. Kurze Zeit später kam dann auch die äußerst markante Autobahnbrücke und der Platz von Speyer in Sicht.
Der Anflug war in Ordnung und nach einer Durchstartübung kam dann auch die Abschlusslandung.
Nach dem Zahlen der Langegebühr ging es dann wieder zurück in Richtung Mainz. Nach einigen Überziehübungen und Steilkurven kam dann noch ein Funknav-Teil mit Positionsbestimmung, dem Intercepten und folgen von Radialen, usw.
Kurz vor Mainz kam dann die befürchtete Ansage: "Steigen Sie jetzt mal auf 2.000ft über Grund und machen Sie eine Ziellandung" - *schluck*. Die Übung ist Pflicht bei der Prüfung, klar, aber jetzt war ich doch etwas angespannter.
Die Wolkenuntergrenze ist recht niedrig, aber die 2.000ft GND gingen gerade noch. Fuelpump und Vergaservorwärmung an, Gas raus, bestes Gleiten mit 73kt...
... die Ziellandung war eine Punktlandung und ich glaube die beste, die ich bisher hingelegt habe. Unglaublich :)
Nach dem Abstellen kam dann noch eine Nachbesprechung. Ein paar Punkte hatte der FE zu beanstanden, aber nach einer abschließenden Theorieprüfung (keine Glanzleistung meinerseits) war es dann geschafft und der FE und, naja, sein FE, gratulierten mir zur bestandenen Prüfung und auch die Fliegerkollegen im Verein freuten sich mit mir.
Jetzt bin ich also Pilot und muss "nur noch" auf die Lizenz warten. Das werden zwei lange Wochen.

Als Fazit kann ich nur festhalten, dass die letzten 13 Monate eine unglaublich spannende Zeit waren. Hätte mir im September 2008 jemand gesagt, dass ich ein gutes Jahr später eine PPL-A Lizenz in der Tasche haben würde, hätte ich ihm den Vogel gezeigt. Heute kann ich sagen, dass ich ein fazinierendes und vielseitiges "Hobby" gefunden habe, das mir sicher noch eine Menge Freude bereiten wird.
Ich denke, ich werde in diesem Blog auch meine nächsten Erlebnisse noch kundtun. Also bis bald.
Doch kaum angekommen rief mich unser Ausbildungsleiter schon an und teilte mir mit, dass um 11:00 Uhr die Prüfung stattfinden sollte.
Die vorzubereitende Strecke: Von Mainz über RID VOR nach Mannheim City Airport. Dort einen "Low Approach", also einen tiefen Überflug ohne Landung und dann direkt weiter nach Speyer.
Als besondere Situation kam hinzu, dass der Prüfer ebenfalls einer Prüfung bedurfte. So durfte ich als mit Prüfer und dessen überprüfendem Prüfer die Reise antreten.
Der Flug lief prima, nur vor Mannheim habe ich mich etwas spät bei Mannheim Turm gemeldet; ich war schon fast über Pflichtmeldepunkt November. Aber ein Orientierungskreis half bei der Orientierung. Auch der tiefe Überflug war kein Problem.
Danach ging es weiter nach Süden, über Pflichtmeldepunkt Whiskey. Kurze Zeit später kam dann auch die äußerst markante Autobahnbrücke und der Platz von Speyer in Sicht.
Der Anflug war in Ordnung und nach einer Durchstartübung kam dann auch die Abschlusslandung.
Nach dem Zahlen der Langegebühr ging es dann wieder zurück in Richtung Mainz. Nach einigen Überziehübungen und Steilkurven kam dann noch ein Funknav-Teil mit Positionsbestimmung, dem Intercepten und folgen von Radialen, usw.
Kurz vor Mainz kam dann die befürchtete Ansage: "Steigen Sie jetzt mal auf 2.000ft über Grund und machen Sie eine Ziellandung" - *schluck*. Die Übung ist Pflicht bei der Prüfung, klar, aber jetzt war ich doch etwas angespannter.
Die Wolkenuntergrenze ist recht niedrig, aber die 2.000ft GND gingen gerade noch. Fuelpump und Vergaservorwärmung an, Gas raus, bestes Gleiten mit 73kt...
... die Ziellandung war eine Punktlandung und ich glaube die beste, die ich bisher hingelegt habe. Unglaublich :)
Nach dem Abstellen kam dann noch eine Nachbesprechung. Ein paar Punkte hatte der FE zu beanstanden, aber nach einer abschließenden Theorieprüfung (keine Glanzleistung meinerseits) war es dann geschafft und der FE und, naja, sein FE, gratulierten mir zur bestandenen Prüfung und auch die Fliegerkollegen im Verein freuten sich mit mir.
Jetzt bin ich also Pilot und muss "nur noch" auf die Lizenz warten. Das werden zwei lange Wochen.

Als Fazit kann ich nur festhalten, dass die letzten 13 Monate eine unglaublich spannende Zeit waren. Hätte mir im September 2008 jemand gesagt, dass ich ein gutes Jahr später eine PPL-A Lizenz in der Tasche haben würde, hätte ich ihm den Vogel gezeigt. Heute kann ich sagen, dass ich ein fazinierendes und vielseitiges "Hobby" gefunden habe, das mir sicher noch eine Menge Freude bereiten wird.
Ich denke, ich werde in diesem Blog auch meine nächsten Erlebnisse noch kundtun. Also bis bald.
Prüfung, doch nicht, doch, doch nicht...
Herbstwetter ... wenn es ein wenig mehr mitgespielt hätte, wäre ich am Mittwoch Prüfling des Flight Examiners geworden, aber auf halbem Weg zum Platz musste unser Ausbildungsleiter mich wieder zurückschicken.
Alternativtermin sollte der Freitag werden, die Vorhersage war eigentlich garnicht so schlecht. Frühnebel, der sich bis Mittag verzieht, kaum Böen.
Aber so kam es dann nicht ganz. Morgens war bereits in Darmstadt dichter Nebel, von der Fahrt ins Büro nicht zu sprechen... der Frühnebel hielt sich dann den ganzen Tag und selbst der Versuch noch ein paar Ziellandungen zu machen, wurde durch den Dunst vereitelt.
Heute verlief es dann ähnlich. Mal sehen, was die nächste Woche bringt :)
Alternativtermin sollte der Freitag werden, die Vorhersage war eigentlich garnicht so schlecht. Frühnebel, der sich bis Mittag verzieht, kaum Böen.
Aber so kam es dann nicht ganz. Morgens war bereits in Darmstadt dichter Nebel, von der Fahrt ins Büro nicht zu sprechen... der Frühnebel hielt sich dann den ganzen Tag und selbst der Versuch noch ein paar Ziellandungen zu machen, wurde durch den Dunst vereitelt.
Heute verlief es dann ähnlich. Mal sehen, was die nächste Woche bringt :)
Tag 46 - 3/273 - Solo nach Worms
Ganz kurz und knapp: Wetter Perfekt -> Flugauftrag -> Solo nach Worms, dort noch eine Platzrunde und wieder zurück.
Ich bin begeistert und wäre gerne noch etwas länger geflogen :)
Ich bin begeistert und wäre gerne noch etwas länger geflogen :)
Tag 46 - 3/273 - Solo nach Worms
Ganz kurz und knapp: Wetter Perfekt -> Flugauftrag -> Solo nach Worms, dort noch eine Platzrunde und wieder zurück.
Ich bin begeistert und wäre gerne noch etwas länger geflogen :)
Ich bin begeistert und wäre gerne noch etwas länger geflogen :)
Tag 45 - 4/270 Prüfungsreife erreicht
Sonntag, Sonne, kaum Böen. Perfektes Wetter für einen Überlandflug und Prüfungsbedingungen. So war zumindest mein Wunsch an den FI und er kam diesem gerne nach.
Vorbereitet hatte ich die Strecke nach Koblenz über den Taunus. Markante Punkte gibt es auf der Strecke für einen Flugschüler nicht viele... Das Wispertal mit den drei Ruinen und danach die Bundesstraße von St. Goar nach Nastätten. Die Punkte fand ich dann auch ganz gut, auch wenn der Wind aus Norden deutlich stärker war, als erwartet und ich so doch dichter am Rhein war, also geplant.
Ziemlich unübersehbar kam dann der Funkturm vor Koblenz ins Blickfeld, Koblenz Info meldete die Piste 06 über die Südplatzrunde. Über der Lichtung auf dem Kamm nach links eindrehen in die Rechts-Platzrunde, Queranflug, Endanflug. Die erste Landung war ziemlich lang und der FI wies mich auf die hohe Anfluggeschwindigkeit hin. Wir flogen noch eine Platzrunde zusammen, dann noch eine Solorunde.
Auf dem Rückflug kann dann der "spontane" Teil. Zunächst sollte ich ein Segelfluggelände finden, eine Notlandung durchführen und durchstarten. Dann ging es weiter zum nächsten Segelfluggelände... und zum nächsten. Vollkreise halfen, um alles zu finden :)
Hier zum Üben mal der Platz von Michelbach...
Größere Kartenansicht
Danach ging es per GPS zurück in das Gebiet westlich des Platzes. Dort kamen dann noch Überziehübungen in verschiedenen Konfigurationen: Mit Leistung, in Landekonfiguration, aus 20°-Kurve, ohne Leistung. Es gilt wie immer Pitch-Power-Bank, also Querruder neutral, Höhenruder drücken, Gas, Querneigung normalisieren. Im Langsamflug das Seitenruder benutzen.
Zurück am Platz kamen dann noch drei Ziellandungen dran. Bei der ersten mussten wir wegen Verkehr ausweichen, die zweite war etwas zu hoch - dafür konnte ich slippen üben - und die dritte war dann in Ordnung.
Nach der Landung gab es dann noch eine Nachbesprechung mit dem FI. Ein paar Hinweise hat er mir noch gegeben.
Naja ... und zum Schluss hatte er mir noch bestätigt, dass ich nun für die Prüfung angemeldet werden kann.
Nächster Schritt ist nun die Prüfung gemäß dem Prüfungsprotokoll.
Vorbereitet hatte ich die Strecke nach Koblenz über den Taunus. Markante Punkte gibt es auf der Strecke für einen Flugschüler nicht viele... Das Wispertal mit den drei Ruinen und danach die Bundesstraße von St. Goar nach Nastätten. Die Punkte fand ich dann auch ganz gut, auch wenn der Wind aus Norden deutlich stärker war, als erwartet und ich so doch dichter am Rhein war, also geplant.
Ziemlich unübersehbar kam dann der Funkturm vor Koblenz ins Blickfeld, Koblenz Info meldete die Piste 06 über die Südplatzrunde. Über der Lichtung auf dem Kamm nach links eindrehen in die Rechts-Platzrunde, Queranflug, Endanflug. Die erste Landung war ziemlich lang und der FI wies mich auf die hohe Anfluggeschwindigkeit hin. Wir flogen noch eine Platzrunde zusammen, dann noch eine Solorunde.
Auf dem Rückflug kann dann der "spontane" Teil. Zunächst sollte ich ein Segelfluggelände finden, eine Notlandung durchführen und durchstarten. Dann ging es weiter zum nächsten Segelfluggelände... und zum nächsten. Vollkreise halfen, um alles zu finden :)
Hier zum Üben mal der Platz von Michelbach...
Größere Kartenansicht
Danach ging es per GPS zurück in das Gebiet westlich des Platzes. Dort kamen dann noch Überziehübungen in verschiedenen Konfigurationen: Mit Leistung, in Landekonfiguration, aus 20°-Kurve, ohne Leistung. Es gilt wie immer Pitch-Power-Bank, also Querruder neutral, Höhenruder drücken, Gas, Querneigung normalisieren. Im Langsamflug das Seitenruder benutzen.
Zurück am Platz kamen dann noch drei Ziellandungen dran. Bei der ersten mussten wir wegen Verkehr ausweichen, die zweite war etwas zu hoch - dafür konnte ich slippen üben - und die dritte war dann in Ordnung.
Nach der Landung gab es dann noch eine Nachbesprechung mit dem FI. Ein paar Hinweise hat er mir noch gegeben.
- Den Prüfer an dem teilhaben lassen, was man vor hat.
- Abflugbesprechnung mit Hinweis auf Vx und Vy.
- Kurskreisel regelmäßig nachstellen.
- Tank umschalten
- Alle verfügbaren Hilfsmittel nutzen, also VOR und GPS, sofern der FE diese nicht verbietet oder ausschaltet.
- Orientierungskreis...
Naja ... und zum Schluss hatte er mir noch bestätigt, dass ich nun für die Prüfung angemeldet werden kann.
Nächster Schritt ist nun die Prüfung gemäß dem Prüfungsprotokoll.
Tag 44 - 5/269 Mehr Ziellandungen
Wir wollten heute eigentlich eine Strecke nach Koblenz zwecks Prüfungsvorbereitung fliegen. Allerdings spielte das Wetter nicht mit. Tiefe Wolkenuntergrenzen, Regen, nicht gut...
Also warteten wir den ersten Regenschauer ab, um dann noch ein paar Ziellandungen durchzuführen. D.h. wieder 2.800ft über dem Platz steigen, Gas auf Leerlauf und dann mit bestem Gleiten (73kt) in einer "kleinen" Platzrunde zur Piste.
Die ersten drei Versuche waren nicht wirklich gut. Nummer vier und fünf haben dann aber endlich geklappt. Der Trick scheint mir neben richtig Austrimmen und Fahrt halten wirklich darin zu liegen, über den ganzen Anflug hinweg den Aufsetzpunkt am Anfang der Piste im Auge zu behalten. Dann stellt sich ein Gefühl ein und es lässt sich abschätzen, ob Sinkrate und Entfernung zusammenpassen und kann mit zusätzlichen Klappen Einfluss nehmen.
Noch ein paar Runden und dann passts...
Jetzt fehlen mir nurnoch zwei Überland-Solos und ich habe alles beisammen. Bin mal gespannt, wie das Wetter die nächsten Tage mitspielt.
Hier noch etwas Flugzeugkunde: Bei Piper wird das Höhenleitwerk als "Stabilator" bezeichnet und bewegt sich komplett. Es gibt also keine Flosse. Am Ende sitzt dann ein Flettner-Ruder, das die Steuerdrücke reduziert.

Also warteten wir den ersten Regenschauer ab, um dann noch ein paar Ziellandungen durchzuführen. D.h. wieder 2.800ft über dem Platz steigen, Gas auf Leerlauf und dann mit bestem Gleiten (73kt) in einer "kleinen" Platzrunde zur Piste.
Die ersten drei Versuche waren nicht wirklich gut. Nummer vier und fünf haben dann aber endlich geklappt. Der Trick scheint mir neben richtig Austrimmen und Fahrt halten wirklich darin zu liegen, über den ganzen Anflug hinweg den Aufsetzpunkt am Anfang der Piste im Auge zu behalten. Dann stellt sich ein Gefühl ein und es lässt sich abschätzen, ob Sinkrate und Entfernung zusammenpassen und kann mit zusätzlichen Klappen Einfluss nehmen.
Noch ein paar Runden und dann passts...
Jetzt fehlen mir nurnoch zwei Überland-Solos und ich habe alles beisammen. Bin mal gespannt, wie das Wetter die nächsten Tage mitspielt.
Hier noch etwas Flugzeugkunde: Bei Piper wird das Höhenleitwerk als "Stabilator" bezeichnet und bewegt sich komplett. Es gibt also keine Flosse. Am Ende sitzt dann ein Flettner-Ruder, das die Steuerdrücke reduziert.

Tag 43 - 3/257 Ziellandungen...
Heute Mittag rief mich der FI an und fragte, ob ich auf dem Nachhauseweg noch schnell auf ein Paar Ziellandungen vorbeikommen wolle.
Na klar wollte ich und konnte es auch so einrichten, dass ich dann am Vorabend am Platz war. Ein Vereinsmitglied konnten wir noch als Passagier begeistern und so hatte ich auch Gelegenheit mit einer "vollen" Maschine zu üben.
Die Ziellandungen waren einigermaßen ... ein paar werde ich noch brauchen.

Na klar wollte ich und konnte es auch so einrichten, dass ich dann am Vorabend am Platz war. Ein Vereinsmitglied konnten wir noch als Passagier begeistern und so hatte ich auch Gelegenheit mit einer "vollen" Maschine zu üben.
Die Ziellandungen waren einigermaßen ... ein paar werde ich noch brauchen.

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